Vier Honnefer Malteser reisen morgen ins Erdbebengebiet in den Abruzzen

Laura Planko. Foto: Archut
Laura Planko. Foto: Archut

Ein siebenköpfiges Team von Sanitätern des Malteser Hilfsdienstes aus der Erzdiözese Köln macht sich morgen, Montag, 29. Juni, auf den Weg in das Erdbebengebiet in der italienischen Region Abruzzen. Unter ihnen sind vier auslandserfahrene Sanitäter aus Bad Honnef. Komplettiert wird das Team durch Malteser aus Düsseldorf und Haan. Am Unglücksort leben noch immer Zehntausende Erdbebenopfer in Zelten. Deutsche und österreichische Helferkontingente unterstützen in den kommenden Monaten die italienischen Malteser bei der Betreuung zweier Camps.

Nach dem verheerenden Erdbeben vom 6. April in L’Aquila, der Hauptstadt der italienischen Region Abruzzen, leben noch immer rund 36.000 Erdbebenopfer in Zelten. Seit einer guten Woche sind auch deutsche Malteser in den von italienischen Maltesern in San Felice d’Ocre und Poggio Roio betreuten Camps für Erdbebenopfer im Einsatz.  Die italienischen Malteser betreuen seit dem Erdbeben zwei Camps und wurde gerade von den nationalen Behörden für zwei weitere Monate mit der Versorgung beauftragt.

Aus Bad Honnef reisen Zugführerin Laura Planko (33) und die Helfer Malte Daniels, Florian Papke und Philipp Schmitt für 10 Tage nach Italien. Planko ist Rettungssanitäterin und konnte bei den Maltesern schon reichlich Auslandserfahrung sammeln. So war sie bei Sanitätsdiensten zu Großveranstaltungen in Rom und Polen. Ihre drei Teamkollegen sammelten bereits bei Malteser-Großeinsätzen wie der Loveparade oder dem Weltjugendtag Erfahrung. "Klar helfen wir, wenn unsere italienischen Kollegen uns anfordern", sagt Laura Planko. "Das würden wir umgekehrt ja genauso erwarten." Die Italiener seien seit April im Dauereinsatz, Ablösung sei da sehr willkommen. Für die vor ihr liegenden 10 Tage fühlt sich Planko gut vorbereitet: Wir verfügen alle über eine gute fachliche Aus- und Fortbildung, und die Zusammenarbeit auch in internationalen Teams gehört bei den Maltesern einfach dazu!"

Im Rahmen der Kooperation der nationalen Hilfsdienste des Malteserordens haben die italienischen Malteser den deutschen Malteser Hilfsdienst gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst Austria um Unterstützung bei der Betreuung dieser Camps bis Ende August gebeten. Die entsandten Einsatzkräfte sichern jeweils für zehn Tage den laufenden Betrieb, die Zubereitung und Ausgabe von Verpflegung, Transporte, Logistik, Reinigung und Überwachung von Gemeinschaftseinrichtungen und Sanitätsdienst. Die italienische Regierung hat mit der Errichtung von Holzbungalows für die Obdachlosen außerhalb der Stadt begonnen. Die Zeltstädte sollen dann schrittweise abgebaut werden.